Mediencommuniqué

Übereilt, überladen, unausgewogen

Die Schwachstellen der Teilrevision traten am Informationsabend des Kirchenrats in Uster erneut zutage. Die geplante Pfarrstellenzuteilung wird die Kirche auf dem Land dauerhaft schwächen. Fragwürdig ist zudem die Beliebigkeit bei Kasualien.

Die Teilrevision der reformierten Kirchenordnung wurde unter Zeitdruck beraten. Denn auf Anfang 2019 will die Stadtkirche Zürich starten. Dies gab den Takt vor, wie Kirchenratspräsident Michel Müller am 28. August in Uster erkennen liess. Er sagte nichts zum Rekurs, der geltend macht, dass der bisherige Stadtverband nicht rechtskräftig aufgelöst wurde, und den Zeitplan in Frage stellt.

Taufe am Bach, Abdankung am See? Schon heute kann die Pfarrerin, der Pfarrer bei Feiern flexibel handeln. Pfarrer aus dem Bezirk Uster machten am Info-Abend deutlich, dass sie die neue Regelung unnötig und das Vorgehen des Kirchenrats demotivierend finden. Sonderwünsche werden Pfarrpersonen stärker belasten. Feiern ausserhalb der Kirche verwischen das reformierte Profil.

Passiven Mitgliedern will der Kirchenrat mehr Einfluss auf die Entwicklung der Kirche geben. Dafür plädierte Kirchenrat Andrea Bianca in Uster mit Nachdruck. Die Kirchensynode wurde im Winter von dieser neuen Stossrichtung des Kirchenrats überrumpelt und konnte sie nicht vertieft erörtern.

Die neue Pfarrstellenzuteilung würde ab 2024 grosse Kirchgemeinden übermässig besserstellen – obwohl dort Pfarrer durch viele Angestellte unterstützt werden. Der Kirchenrat will den Fusionsdruck für Landgemeinden erhöhen.

Das Nein-Komitee wendet sich gegen den Graben zwischen Stadt und Land. Die mutwillige Zerstörung von Gemeinden, die teilweise seit der Reformation bestehen, muss verhindert werden!

Der Kirchenrat hat das Fuder überladen. Er lehnte es in der synodalen Beratung ab, die sinnvollen und unstrittigen Elemente der Teilrevision gesondert vorzulegen. Ein NEIN am 23. September ermöglicht, dies in einem zweiten Anlauf zu tun, um die Landeskirche wieder auf Kurs zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie in der Medienmappe des Nein-Komitees.

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